Kleines Blockhaus, Holzhaus, Vogelhaus selber bauen

Blockhaus Holzhaus VogelhausEin Blockhaus, Holzhaus, Vogelhaus, ein Hingucker auf der Terrasse oder vor dem Haus.

 

Wir haben von unserem letzten Bauvorhaben noch Latten und Bretter, wissen nicht so wirklich wohin damit doch für den Ofen sind sie zu schade. Wieso also nicht ein kleines Häuschen daraus bauen.

Mit dieser Anleitung möchte ich Ihnen die ein oder andere Idee und Vorgehensweise erläutern.

Zu Anfang sollten wir überlegen und eventuell skizzieren, was möchten wir bauen und wie groß möchten wir bauen. In diesem Beispiel ist das Blockhaus mit Grundplatte ca. 53 x 40 x 30 cm groß.

Nachdem wir nun eine Vorstellung über unser kleines Bauvorhaben im Kopf und auf einer Skizze haben, können wir beginnen.

Bei diesem Beispiel ist die Grundplatte aus 4 Stück 3,0 x 10 cm aneinander geleimten Brettern. Die Hölzer für das Haus, die Dachsparren und der Zaun sind alle aus 1,5 x 2,0 cm Hölzern. Die Dachplatten sind 1,8 cm stark, sollte auch nicht weniger haben damit die Pappstifte unten nicht durchgucken.

Die Anleitung bezieht sich auf das hier abgebildete Häuschen.

Vorbereiten der Grundplatte

Jetzt kann es endlich losgehen. Leimen Sie die 4 Bretter 3,0 x 10 cm zusammen und fixieren Sie diese mit Schraubzwingen. Sobald der Leim ausgehärtet ist, können wir die Schraubzwingen entfernen und den Grundriss von unserm Blockhaus auf die Grundplatte zeichnen.
Um das Ganze noch etwas aufzulockern, lassen wir um das Haus genügend Platz für einen Zaun. Die Aussenkante der Grundplatte schneiden entsprechend unserer Vorstellung mit einer Stichsäge, 30° geneigt, ab. Mit einem Bandschleifer oder einem Schleifklotz schleifen wir die Oberfläche der Grundplatte und den schrägen Abschnitt glatt. Die Bohrungen für die Befestigung des Blockhauses und der Zaunpfosten können bei Bedarf auch schon gemacht werden. Somit haben wir die Grundplatte schon mal fertig.

 

Anfertigen der Wandhölzer

Befassen wir uns nun mit dem Vorbereiten der Wandhölzer.
Pro Wand kann mit 12 Hölzer gerechnet werden. So bleibt uns etwas Reserve. Die Länge der Wandhölzer entspricht der Baulänge plus der Überstand bei den Ecken, hier 1,5 cm. Aufpassen bei Innenecken, da muss noch mal 1,5 cm zusätzlich hinzugerechnet werden. Die Tiefe der Ausklinkung ist ¼ der Holzhöhe. Man sollte die Ausklinkung nicht zu knapp berechnen sonst kann es vorkommen das bei Maßabweichungen die Wandhölzer nicht ganz aufliegen.
Je nach Maschinenverfügbarkeit gibt es drei Möglichkeiten für die Ausklinkung der Eckverbindung. Die Hölzer sollten alle das Gleiche Maß haben, 1,5 x 2,0 cm. Somit können die Ausklinkungen mit einer Oberfräse und einem Nutfräser schnell und einfach durch mehrere Hölzer gefräst werden. Ebenfalls lassen sich die Ausklinkungen mit einer Tischkreissäge, mit einer Bandsäge oder auch einer Handsäge ausarbeiten. Hierbei muss mit einem Stechbeitel der stehen gebliebene Mittelteil noch abgestochen werden. Damit unsere Wände auch um die Hälfte in der Höhe verspringen, müssen von den gegenüberliegenden Wänden halbe Wandhölzer angefertigt werden. In unserem Beispiel für Wand 2, 4 und 6. Die Kanten der Wandhölzer werden angefast. Dieses kann mit Schleifpapier oder eine Schleifmaschine erledigt werden.

 

Aufbau des Blockhauses

Auf einem ebenen Untergrund kann mit dem Aufbau des Blockhauses begonnen werden. Hierzu wird jeweils das erste Wandholz, auch die geteilten der Wand 2, 4 und 6, mit der Ausklinkung verbunden. Weiter geht es mit der zweiten Reihe. Um dem Häuschen auch Halt für den rauen Alltag zu geben, verschrauben wir die Wandhölzer mit 3x30mm Schrauben. Die Schraubenlöcher mit einem 3mm Bohrer vorbohren, wobei nur das oben liegende Holz vorgebohrt wird. Bei den Wänden mit den halben Hölzern ist es angebracht diese von unten zu verschrauben oder entsprechen kurze Schrauben zu wählen. So geht es von Lage zu Lage weiter. Die Aussparungen für die Tür und Fenster sind bei jeder Lage direkt mit einzuarbeiten.

Ist die Wand entsprechend unserer Vorstellung hoch genug, kommen die Fußpfetten, Sparren und First zum Einsatz. Auch diese haben die Maße von 1,5 x 2,0 cm. Die Länge der Pfetten und Sparren richtet sich nach dem gewünschten Überstand. Die Position der Klauen und Abschnitte der Sparren kann durch anhalten an dem Häuschen oder durch aufzeichnen ermittelt werden. Mit den Abschnitten von Fenster und Tür können die Felder zwischen den Sparren ausgefüllt werden.
Nun nur noch die Bedachung mit der 1,8mm starken Platte. Um die Sparren etwas zu schützen, sollte die Dachplatte wenigstens 0,5 cm über die Sparren überstehen.
Die Fensterläden sollten erst nach dem Anstrich neben die Fenster angeleimt werden. So kann man diese in einem Kontrast zu dem Blockhaus andersfarbig streichen.

 

Den Holzzaun anfertigen

Als letztes kommt nun unser Zaun. Um die Anzahl der Pfosten und Zaunlatten zu ermitteln, zeichnen wir uns den Zaun dünn auf die Grundplatte. Die Pfosten sind 1,5 x 1,5 cm breit und 5,5 cm lang. Die Zaunlatten sind ca. 0,7 x 1,5 cm (1,5 x 2,0 cm gespalten).
Für den Halt der Zaunpfosten sind diese von unten mit einem 2mm Bohrer vorzubohren. Mit einem 3mm Bohrer wird bei der Position des Pfostens durch die Grundplatte gebohrt. Von unten werden die Pfosten mit 3×50 mm Schrauben auf der Grundplatte befestigt. Bei den Zaunlatten wurden die 7mm Abschnitte als Distanz für den Abstand gewählt. Die Verschraubung der Zaunlatten erfolgt mit 3×20 mm Schrauben und es ist darauf zu achten, das die Schrauben der Pfosten nicht getroffen werden. Alternativ können die Zaunlatten auch mit T-Stiften befestigt werden.

 

Nachdem das Haus, die Fensterläden, der Zaun und die Grundplatte mit einem Farbanstrich gegen die Witterung geschützt ist, kann das Haus mit 3×50 mm Schrauben auf der Grundplatte befestigt werden.

Dachpappe oder Schindeln schützen das Haus vor Regen und Schnee.

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Ein kleines Gartentor, Eingangstor aus Holz bauen

gartentor, eingangstor, holztorSchnell und einfach ein Gartentor aus Holz bauen.

Mit ein paar Handgriffen und etwas Material ist ein Gartentor oder Eingangstor schnell gebaut.

Das abgebildete Törchen ist ca. 90 x 75 cm groß. Die Lattenstärke ist in 3,5 x 5,0 cm gewählt damit die Verbindungen mit Leim und 3×30 mm Schrauben befestigen werden können. Nachdem das Lochmaß, das Maß in dem das Tor eingebaut werden soll, gemessen ist, werden die vorgesehenen Hölzer angerissen. In der Breite sollte 1 bis 1,5 cm abgezogen werden damit das Tor etwas Luft hat und beim öffnen nicht klemmt.

Die Hölzer werden nun mit einer Kreissäge, Japansäge oder einer Säge die zur Verfügung steht, ausgearbeitet und angepasst. Den äußeren Rahmen zusammenlegen und einwinkeln. Mit Leim und den 3x30mm Schrauben kann dieser nun zusammengebaut werden.

Um die Länge der diagonalen Hölzer zu ermitteln, werden diese über den Rahmen gelegt und angerissen. Die Länge der Zwischenhölzer (ca. 35 cm) liegen mittig in dem Feld. Bevor die Diagonalen in dem Rahmen eingebaut werden können, sind die ca. 35 cm Hölzer unter 45 Grad auf Länge zu schneiden und an dem Diagonalkreuz zu befestigen. Dieses ist ganz wichtig, da man hinterher mit dem Akkuschrauber nicht mehr da zwischen kommt. Anschließend kann das Diagonalkreuz in den Rahmen verschraubt werden.

Als Anschlag für das Gartentor wurde eine 2×2 cm Latte genommen und an den Pfosten geschraubt.

Wäre der Bau von dem Tor nicht so spontan gewesen, hätte ich bestimmt schönere Scharniere und Farbe zur Hand gehabt. Doch dieses lässt sich ja noch ändern. 😉

Materialbedarf je nach Größe:
– 4 Latten 3,5 x 5 cm, 95 cm lang
– 4 Latten 3,5 x 5 cm, 75 cm lang
– 4 Latten 3,5 x 5 cm, 35 cm lang
– 36 Holzschrauben 3,0 x 30 mm
– 20 Holzschrauben 3,0 x 50 mm
– 2 Scharniere
– 1 Riegel
– Leim